Der Newsletter wird nicht korrekt angezeigt? Klicken Sie bitte hier

 

Liebe Effizienzhaus-Experten,

viele von Ihnen müssen in Ihrer Arbeit neben dem fachlichen Wissen vor allem auch Überzeugungsarbeit leisten. Meldungen über Brandgefahr durch Wärmedämmverbundsysteme, Schimmelbildung oder mangelnde Wirtschaftlichkeit verunsichern Bauherren und führen dazu, dass die Potenziale der energetischen Sanierung nicht wahrgenommen werden. Dabei sind es im besten Fall Einzelbeispiele, über die berichtet wird, aber auch irreführende Meldungen. Wir haben für Sie die häufigsten Mythen zusammengestellt. Zusätzlich finden Sie auf unserer Internetseite unter www.zukunft-haus.info/effizienzhäuser zahlreiche Beispiele von Effizienzhäusern, die belegen, dass sich in der Regel bei einer fachgerechten Ausführung durch qualifizierte Experten energetische Sanierungen lohnen.

Dabei ist die Qualität der Experten ein entscheidender Faktor. Mit der Effizienzhaus-Datenbank bieten wir bereits seit vielen Jahren interessierten Hauseigentümern die Möglichkeit an, geprüfte Experten für ihr Bau- oder Sanierungsvorhaben zu finden.

Seit Augusthaben wir die Experten-Datenbank im Internet durch ein neues Angebot ergänzt, das die Kontaktaufnahme zwischen Ihnen und den Hauseigentümern erleichtert: die Experten-Anfrage. Hauseigentümer, die unter  Experten auf der Suche nach einem geeigneten Architekten, Bauingenieur oder Handwerker sind, können per Mausklick eine Angebotsanfrage direkt an ausgewählte Experten schicken.

Auch in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes unter www.energie-effizienz-experten.de finden Hauseigentümer Experten, die besonders aktiv sind in der Vor-Ort-Energieberatung und der energetischen Fachplanung und Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern. Hier noch mal zur Erinnerung: Seit dem 1. Juni ist für das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ eine verbindliche Eintragung in der Expertenliste vorgeschrieben. Voraussichtlich ab Februar 2014 gilt die Verpflichtung für alle geförderten Programme aus dem Bereich Energetisches Bauen und Sanieren – auch für Einzelmaßnahmen.

Viele von Ihnen sind bereits in beiden Listen vertreten. Für alle diejenigen, die Ihr Profil nicht erweitert haben, empfehlen wir eine Erweiterung bis zum 31. Dezember 2013. Dann endet nämlich die Übergangsfrist. Ab 1. Januar 2014 müssen neue Weiterbildungsinhalte nachgewiesen werden. Es kommen keine weiteren Kosten auf Sie zu.

Bereits zum zweiten Mal veranstalten die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die effion GmbH am 12. Oktober 2013 in Bottrop zusammen den Bundeskongress Energieberatung 2013 „Alle reden über Energieeffizienz und keiner hört hin“. Für Effizienzhaus-Experten der dena gibt es 40 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

Lesen Sie mehr im neuen Effizienzhaus-Newsletter.

Ihr Effizienzhaus-Team

Energieeffizienz lohnt sich

Beim Stichwort „energetische Gebäudesanierung“ denken die meisten an gut gedämmte Häuser mit geringen Energiekosten, an den Abschied von alten, zugigen Fenstern und an Wärme aus erneuerbaren Energien. So möchte man wohnen. Manch einer fragt sich aber auch: Kommt mit der Dämmung der Schimmel? Ist die Sanierung nicht viel zu teuer? Und sieht das Haus nach der Sanierung wirklich besser aus als vorher? Hier die größten Mythen.

Mythos 1: Effizienzhäuser rechnen sich nicht

Die Mehrkosten für die energetischen Maßnahmen lassen sich über die Energieeinsparung refinanzieren. Das zeigen hunderte Praxisbeispiele der dena. Gebäudeeigentümer sollten sich nicht durch irreführende Zahlenvergleiche beunruhigen lassen. Wenn ein neues Fenster eingebaut oder eine Fassade erneuert wird, fallen immer Kosten an, egal ob nun besonders energieeffizient oder nicht. Deswegen muss bei einer Sanierung genau untersucht werden, welche Maßnahmen sowieso für Instandhaltung oder Modernisierung nötig sind und welche explizit die Energieeffizienz verbessern.

In der Regel wird nämlich bei Meldungen, die die Rentabilität von Sanierungen in Frage stellen, nicht unterschieden zwischen den Kosten, die ohnehin für Neubau oder Sanierung anfallen, und den Mehrkosten, die energiesparende Maßnahmen verursachen. In der Bilanz sollen nur die für Energieeffizienz relevanten Mehrkosten den Energieeinsparungen gegenübergestellt werden. Vergleicht man die Kosten für Energieeffizienzmaßnahmen mit den Energieeinsparungen, wird klar: Die energetische Gebäudesanierung lohnt sich. Voraussetzung ist, dass die energetischen Maßnahmen mit ohnehin anstehenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten gekoppelt werden. Auf bis zu 80 Prozent schätzt die dena die Energiesparpotenziale unsanierter Altbauten. Der Eigentümer profitiert davon gleich dreifach: Er steigert den Wert der eigenen Immobilie, wird unabhängig von steigenden Energiepreisen und kann zukünftig den gesteigerten Wohnkomfort genießen.

Mythos 2: Wärmedämmung führt zu Schimmelbildung

Eine rundum dichte Gebäudehülle führt auch nicht zu Schimmelbildung, wie oft behauptet wird. Schimmel entsteht nur dann, wenn sich Kondenswasser an der kalten Innenseite der Außenwänden niederschlägt - also genau da, wo die Dämmung der Gebäudehülle zu wünschen übrig lässt. Eine Lüftungsanlage sorgt in einem gut gedämmten Haus für die optimale Luftfeuchtigkeit. Bei Häusern ohne Lüftungsanlage lässt man am besten die überschüssige Feuchtigkeit durch mehrmaliges tägliches Stoßlüften nach außen entweichen.

Mythos 3: Effizienzhäuser sind unkomfortabel

Dass Passivhäuser unkomfortabel seien, widerlegt die Praxis. Mehr als 350 Effizienzhäuser der dena zeigen: Die Bewohner wollen den Wohnkomfort mit gleichmäßigen Temperaturen und guter Luft nicht mehr missen. Die Fenster kann man auch in einem Passivhaus öffnen - man tut es wegen der automatischen Belüftung nur seltener. Die Lüftungsanlage schätzen auch Allergiker: Anders als bei geöffnetem Fenster bleiben allergene Blütenpollen im Sommer außen vor.

Mythos 4: Eine energetische Sanierung führt zu steigenden Mietpreisen

Die energetische Sanierung von sanierungsbedürftigen Mehrfamilienhäusern lässt sich warmmietenneutral gestalten. Das hat die dena-Sanierungsstudie (Teil 1) nachgewiesen. Anhand einer Untersuchung von rund 250 Gebäuden konnte gezeigt werden, dass alte und sanierungsbedürftige Mietshäuser auf einen sehr guten Energiestandard gebracht werden können, ohne dass die Warmmiete steigen muss. Zwar kann der Hauseigentümer die Kosten der energetischen Sanierung auf die Mieter umlegen, allerdings wird die höhere Kaltmiete durch die geringeren Nebenkosten mehr als ausgeglichen. Die Kosten für die laufende Instandhaltung – beispielsweise den Austausch einer kaputten alten Heizung gegen eine neue Standardheizung – muss der Eigentümer dagegen aus der laufenden Miete finanzieren und darf sie nicht umlegen. Unterm Strich profitiert der Mieter also langfristig durch eine dauerhaft moderate Nebenkostenabrechnung.

Mythos 5: Spechte nisten besonders gern in Wärmedämmverbundsystemen

Tiere können Schäden an Gebäuden verursachen – ob gedämmt oder ungedämmt. Dass Spechte eine Dämmung beschädigt haben, ist nur in Einzelfällen vorgekommen. Wie eine Umfrage der Zeitschrift „Ausbau und Fassade“ bei Unternehmen des Stuckateurhandwerks aus dem Jahr 2010 ergab, wird dieses Thema von der Mehrheit der Stuckateure jedoch als nicht signifikant eingestuft.

Quelle: Leserumfrage „Ausbau + Fassade“, April 2010

Mythos 6: Eine Dämmung ist die ideale Lebensgrundlage für Algen

Grüne Beläge auf der Fassade – sie entstehen, wenn der Außenputz der Fassade im Vergleich zur Luft kalt ist und sich Feuchtigkeit niederschlägt. Konstruktive Lösungen wie Dachüberstände helfen, das Problem zu minimieren. Der Einsatz mineralischer Putze oder spezieller Beschichtungen mit Bioziden können Algenbefall verhindern.

Weitere Informationen unten:

www.zukunft-haus.info/sanierungsstudie

 

Pressemitteilung: "dena bekräftigt: Energetische Gebäudesanierung lohnt sich"

 

http://www.dena.de/presse-medien/pressemitteilungen/geea-widerlegt-die-vier-groessten-sanierungsirrtuemer.html

Bauen und Sanieren: Passgenaue Angebote dank neuem Online-Formular

Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung (Programm 431): Verbindliche Anwendung der Expertenliste seit dem 01.06.2013

Die KfW hat die Anforderungen an die Experten erhöht, die die Baubegleitung oder energetische Fachplanung durchführen dürfen: Für KfW-geförderte Sanierungsvorhaben, die nach dem 1. Juni 2013 beginnen, werden nur noch Experten für die geförderte Baubegleitung zugelassen, die in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes eingetragen sind. Wichtig: Energieberater sollten unbedingt die Übergangsfrist zum Jahresende beachten.

Bislang galt als nachweisberechtigter KfW-Sachverständiger, wer ausstellungsberechtigt für Energieausweise nach § 21 EnEV 2009 war. Für geförderte Sanierungsvorhaben, die nach dem 1. Juni 2013 beginnen (Antragstellung bei der KfW), werden als Sachverständige nur noch Experten für die geförderte Baubegleitung zugelassen, die in der Energieeffizienz-Expertenliste (www.energie-effizienz-experten.de) eingetragen sind.

Baubegleitende Energieberater, die noch nicht in der Liste eingetragen sind, können auch nach dem 1. Juni 2013 eine Bestätigung zum Förderantrag (Programme 151/152 und 430) stellen. Dabei können sie mit Blick auf die Förderung der Baubegleitung (Programme 431) auch die technischen Anforderungen der Programmmerkblätter an eine energetische Fachplanung und Baubegleitung umsetzen. Spätestens mit der Antragsstellung für das Programm 431 müssen sie allerdings in der Expertenliste eingetragen sein. Dabei sollte genügend zeitlicher Vorlauf berücksichtigt werden, wenn noch Weiterbildungen nachgewiesen oder besucht werden müssen.

Für alle anderen Programme der KfW gilt diese Verpflichtung momentan noch nicht.

Wir empfehlen jedoch den Effizienzhaus-Experten, eine Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes vorzunehmen. Die KfW hat angekündigt, voraussichtlich ab dem 1. Februar 2014 eine Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste als Voraussetzung für die Teilnahme an den KfW-Programmen "Energieeffizient Bauen und Sanieren" verbindlich festzulegen.

Ende der Übergangsfrist für die KfW-Programme „Energetische Fachplanung und Baubegleitung“ in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes

Ein weiterer Grund für Effizienzhaus-Experten, sich baldmöglichst in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes einzutragen, ist das Ende der Übergangsregelung. Bis 31.12.2013 können sich Experten für die KfW-Programme „Energetische Fachplanung und Baubegleitung“ mit einer erfolgreich abgeschlossenen "alten" Weiterbildung (Anlage 3 der Richtlinie der Vor-Ort-Beratung vom 10.09.2009) und dem zusätzlichem Nachweis von 16 Unterrichtseinheiten "Fortbildung aus dem Bereich energiesparendes Bauen und Sanieren" eintragen lassen.

Eine Übersicht über die verschiedenen Anforderungen zur Eintragung finden Sie hier.

Ab 1.1.2014 gelten ebenfalls die neuen Weiterbildungsinhalte des Moduls "Planung und Umsetzung", wie sie im Regelheft für die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes dargestellt werden.  

Experten, die eine "alte" Weiterbildung nachweisen können, aber sich erst nach dem 1. Januar 2014 eintragen, müssen nicht die vollen Inhalte der neuen Weiterbildung nachweisen. Es ist ausreichend, die Differenz zur neuen Weiterbildung (80 UE Weiterbildung gemäß der neuen Weiterbildungsinhalte, siehe auch unter "Nachschulungen") nachzuweisen.

Effizienzhaus-Experten aus der Expertendatenbank der dena können ihr Profil leicht erweitern. Einfach in Ihren Account unter www.zukunft-haus.info/experten einloggen und die entsprechenden Erweiterungen vornehmen. Bitte vergessen Sie nicht den zusätzlichen Nachweis von 16 Unterrichtseinheiten.

40 Prozent Rabatt auf Teilnehmergebühr: Bundeskongress Energieberatung: „Alle reden über Energieeffizienz und keiner hört hin“ am 12. Oktober 2013 in Bottrop.

Bei energetischen Sanierungen von altem Gebäudebestand sprechen die Zahlen für sich: Bis zu 80 Prozent können die Energiekosten sinken, wenn ein altes, unsaniertes Haus auf modernes Effizienzhaus-Niveau gebracht wird. Gleichzeitig steigt der Wert des Gebäudes und lässt sich bei einem Verkauf besser vermarkten. Für Bewohner bewirkt die Steigerung der Energieeffizienz einen höheren Wohnkomfort und eine stärkere Unabhängigkeit von Energiepreisschwankungen.

Doch trotz dieser Vorteile gibt es immer noch Vorbehalte gegenüber energieeffizientem Bauen und Sanieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Was ist also zu tun, um die energetische Sanierung voranzutreiben? Klar ist, dass eine qualifizierte, verlässliche Energieberatung von zentraler Bedeutung ist, um diese Hemmnisse zu überwinden. Doch wie können Energieberater die Vorteile überzeugend darlegen? Neben zahlreichen praxisorientierten Themen und guten Beispielen von regionalen Beraternetzwerken beleuchtet der Kongress folgende Fragen:

  • Welche Rolle spielen Energieberater bei der Entscheidung von Hauseigentümer pro oder contra Sanierung?
  • Welche Impulse brauchen Hauseigentümer?
  • EU-Gebäuderichtlinie und deutsche EnEV: Was erwartet Energieberater 2014?
  • Was brauchen wir, um eine Beratungs- und Qualitätsoffensive am Markt zu initiieren?

Der Kongress richtet sich an Fachakteure wie Energieberater, Planer, Handwerker, Architekten, Ingenieure und Vertreter aus Politik und Wissenschaft.

Die Teilnahmegebühr beträgt 180,00 Euro. Effizienzhaus-Experten der dena erhalten 40 Prozent Rabatt. Bitte tragen Sie bei der Anmeldung den Rabattcode dena40 ein.

www.bundeskongress-energieberatung.de/anmelden.html

 


Wenn Sie sich von diesem Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte auf diesen Link.


Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Energieeffiziente Gebäude
Chausseestrasse 128a
10115 Berlin

Tel: +49 (0)30 72 61 65 – 764
Fax: +49 (0)30 72 61 65 – 699


E-Mail

expertenservice@dena.de


Internet

www.zukunft-haus.info/experten


Redaktion

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Andreas Kuhlmann, Kristina Haverkamp

Redaktion: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Raili Münke

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Registernummer: HRB 78 448
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 214080111

Inhaltlich Verantwortliche gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), vertreten durch Herrn Andreas Kuhlmann

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

© 2017 Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Alle Rechte sind vorbehalten. Die Nutzung steht unter dem Zustimmungsvorbehalt der dena.