Energetische Anforderungen.

Das Effizienzhaus-Gütesiegel bewertet die Energieeffizienz eines Gebäudes. Es zeichnet neu gebaute oder sanierte Wohnhäuser aus, die einen besonders niedrigen Energiebedarf haben.

Bei der Bewertung der Energieeffizienz bezieht sich das Effizienzhaus-Gütesiegel auf die gesetzliche Vorgabe für vergleichbare Neubauten in der Energieeinsparverordnung (EnEV)*. Diese schreibt vor, wie viel Energie ein Neubau maximal für Heizung und Warmwasser benötigen darf. Dieser Energiewert ist die Grundlage für die Bewertung beim Effizienzhaus-Gütesiegel und gilt sowohl für Neubauten als auch für sanierte Gebäude. Die Effizienzklasse wird über einen Zahlenzusatz erkennbar: Ein Effizienzhaus 100 benötigt 100 Prozent des maximal zugelassenen Energiewerts für vergleichbare Neubauten, ein Effizienzhaus 70 nur 70 Prozent, usw. Es gilt also: je niedriger die Zahl, desto höher die Energieeffizienz.

Wenn die Sanierung oder der Neubau schon eine Weile zurück liegen und die Energiewerte des Hauses auf Basis der Energieeinsparverordnung 2007 oder einer älteren Verordnung berechnet wurden, gelten absolute Grenzwerte für Primär- und Endenergie, um den Effizienzhaus-Standard festzulegen.

Es gelten folgende energetische Anforderungen:

Berechnungsbasis
EnEV 09, Anforderungen
bezogen auf den
Neubauwert*
Berechnungsbasis
EnEV 07 oder älter,
Anforderungen
Primär- und Endenergie
Effizienzhaus 40 max. 40%
Neubau und Sanierung
max. 30 kWh/(m²a)
Effizienzhaus 55 max. 55%
Neubau und Sanierung
max. 40 kWh/(m²a)
Effizienzhaus 70 max. 70%
Neubau und Sanierung
max. 50 kWh/(m²a)
Effizienzhaus 85 max. 85%
nur Sanierung
max. 60 kWh/(m²a)
Effizienzhaus 100 max. 100%
nur Sanierung
max. 70 kWh/(m²a)

*) Detaillierte Informationen zu den Anforderungen finden Sie im Effizienzhaus-Regelheft.

Kontakt

Haben Sie Fragen zum dena-Gütesiegel Effizienzhaus? Unser Effizienzhaus-Team hilft Ihnen gerne weiter:

Mail: effizienzhaus@dena.de
Tel:         +49 (0)30 72 61 65-763

 
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie